Mythos Wald

Der Wald als Wunder der Natur, als mystische Bühne und spiritueller Ort: sich ständig verändernd im Zyklus der Natur. Geheimnisvoll in seiner Vielfalt und strahlend im Licht der Sonne wie auch im kalten Licht des vollen Mondes.

Allein der Waldboden mit seinen Moosen, Farnen, Pilzen, Beeren, niedrigem Gehölz mit Blattwerk und Pestwurz, teils knospend, Kräuter zartspriesend im Morgentau, voll entfaltet und blühend – daneben andere Pflanzen sterbend in einer sich stets wiederholenden Metamorphose – erzeugt im Betrachter starke Emotionen.

Steine bewachsen mit Moos und Wurzeln – runenartig anmutende Signaturen, vermutlich von Schnecken „herausgeätzt“ – erzählen von Geheimnissen aus alter Zeit. Feuchtmodrige Pilz- und Bodengerüche, umschlingende und verschlingende Ranken und Wurzelwerk in oft dumpfdunklem Grün verwirren die Sinne.

WALD – URWALD.  „Leben und Tod“ – Nichts läßt dies eindrücklicher wahrnehmen, als in der Stille des Waldes. Das unmittelbare Eintauchen, Erspüren und Schauen zeigt in einem Atemzug „Vergangenheit und das Jetzt“ und lassen die ungewisse „Zukunft“ erahnen: Verantwortungslosigkeit und Gier sind das Maß der Gegenwart und bestimmen zu oft den Umgang mit dem einzigartigen Naturerbe WALD & Baum.

Für mich als Malerin ist der Wald eines der größten Geschenke und eine nie endende Quelle der Inspiration und des Lebens. Die Bilder entstanden zwischen 2014 und 2016 in den Regionen des Hochschwarzwaldes und Südtirol.

Öl auf Leinwand 90 x 140 und 90 x 70